Vor- und Nachteile einer Pelletheizung

Eine Heizungsumrüstung stellt eine Investition dar, die niemals unüberlegt erfolgen sollte. Schließlich ist es eine Baumaßnahme, die auf lange Zeit ausgelegt ist. Deshalb muss man unter Einbeziehung der Vor- und Nachteile der Pelletheizung feststellen, ob sie einen Konsens mit den Bedürfnissen und Gegebenheiten des Hauses und seiner Eigentümer erreicht.

Die Vorteile der Pelletheizung

Die Vorteile der Pelletheizung können in zwei Hauptkategorien unterteilt werden, nämlich in den finanziellen und den ökologischen Aspekt.

 

Betreffend den finanziellen Faktor der Pelletheizung ist zu sagen, dass solche Heizanlagen Heizsysteme mit fossilen Brennstoffträgern deutlich unterbieten können. Pellets werden kombiniert aus dem heimischen Forstbestand, explizit dafür vorgesehenen Baumplantagen und aus Abfallprodukten beim Holzzuschnitt gewonnen. Entsprechend werden die Pelletpreise vergleichsweise stagnierend gehalten. Zusatzkosten durch Herstellung oder Transport sind beachtlich gering. Somit nutzt man in der Pelletheizung nicht nur einen Brennstoff einheimischer Natur sondern ist von den Schwankungen am Öl- und Gasmarkt unabhängig und kann sich über stabile Preise bei gleichzeitiger Versorgungssicherheit freuen.

 

Aus ökologischer Sicht kann man mit der Pelletheizung eigentlich  nur einen Volltreffer landen. Pellets verbrennen schadstoffarm und nahezu rückstandfrei. Die verbliebene Asche kann sogar als biologischer Gartendünger verwendet werden. Der CO2 Ausstoß beim Verbrennungsvorgang ist herausragend gering, während auch die Pelletproduktion sehr umweltfreundlich vonstatten geht. Da Holz ein nachwachsender Rohstoff ist, geht seine Pelletverwendung ohne ökologische Gefährdung einher.

Die Nachteile der Pelletheizung

Auch wenn die Vorteile von Pelletheizungen absolut überzeugend wirken, so darf man jedoch die Augen nicht vor den Nachteilen verschließen. Hier sollte man den Blick auf dreierlei Thematiken ausrichten, nämlich die finanziellen und ökologischen Aspekte sowie die baulichen Voraussetzungen.

 

Zwar birgt die Pelletheizung großes Einsparpotenzial in sich, allerdings ist diese Heiztechnologie in der Anschaffung deutlich teurer als Gas- oder Ölheizungen, was die Amortisationszeit hinauszögert.

Daneben  muss die ökologische Komponente der Holzverwertung berücksichtigt werden. Holz steht nicht unbegrenzt zur Verfügung. Derzeit ist der jährliche Holzverbrauch zur Pelletherstellung zwar noch deutlich geringer als der Zuwachs, allerdings kann keine Prognose bei weiterer Anwendungssteigerung von Pelletheizungen gegeben werden.

 

Das häufigste Ausschlusskriterium betrifft jedoch die baulichen Gegebenheiten, die für eine optimal arbeitende Pelletheizung vorgehalten werden müssen. Der Heizkessel einschließlich Pufferspeicher nimmt nur einen geringen Platz in Anspruch. Allerdings muss ein gesonderter Lagerraum für die Pellets bereit stehen. Dieser ist unter den besten Bedingungen luft- und lichtdicht verschlossen, mit integrierten Metallschrägen auf der Bodenfläche zum Nachrutschen der Pellets sowie zwei Einblaslöchern und dahinter befindlichen Einblasschutzmatten ausgestattet. Diese Anforderungen sind nicht nur mit Umbaukosten verbunden, sondern meist schon wegen den räumlichen Gegebenheiten das Aus für den Pelletheizungsplan.